Fassade gedämmt – Nistplatz verloren

Schüler der Klassen 6 bauen Nistkästen in der AG Werken

 

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Aufgrund der nationalen und internationalen Verpflichtungen zum Klimaschutz sind vielfältige Förderprogramme für die Wärmesanierung von Gebäuden aufgelegt worden. Bei den als sinnvoll erachteten Klimaschutzmaßnahmen an Gebäuden werden jedoch die Belange des Artenschutzes kaum berücksichtigt. Oft leiden Vögel und Fledermäuse unter der energetischen Sanierung von Gebäuden, weil sie keine Nistmöglichkeiten in den gut abgedichteten Fassaden mehr finden.

In nur wenigen Jahren gehen so bei Modernisierungen eine Vielzahl von Nist-, Brut- und Schlafplätzen von Vogel- und Fledermausarten ersatzlos verloren. Dieser Trend wirkt sich negativ auf die Bestände dieser Arten aus.

Mit dem Bau von Nistkästen leistet die Werkgruppe also einen kleinen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.

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Viele Vögel haben sich auf Höhlen spezialisiert. Je nachdem, wie groß der Durchmesser des Einfluglochs bemessen ist, können unterschiedliche Vogelarten darin brüten. Während die Kohlmeise ein 32-Millimeter-Loch bevorzugt, sollte es für die Blaumeise 26 bis 28 Millimeter groß sein. Die großen Stare brauchen 45 Millimeter, während der Gartenrotschwanz ovale Löcher mit einer Höhe von 48 Millimeter und einer Breite von 32 Millimetern mag.

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Ein guter Nistkasten sollte eine solide Konstruktion sowie stabiles, dickwandiges Holz ohne Zwischenräume aufweisen. Zudem ist eine einfache Reinigung, stabile Aufhängung/Befestigung und die passende Einflugöffnung von hoher Wichtigkeit.

(Beitrag: H.Middendorf)
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