Werlte. 26 Grund- und weiterführende Schulen erhalten auch in diesem Jahr wieder Prämien in Höhe von insgesamt rund 15.000 Euro für ihre Aktivitäten im vergangenen Schuljahr in Sachen Klimaschutz.

„Die Bildung ist ein zentraler Baustein unserer Klimaschutzarbeit. Die Kinder können nicht früh genug an dieses wichtige Zukunftsthema herangeführt werden“, betonte Werltes Samtgemeindebürgermeister Ludger Kewe.

Das Klimaschutzprojekt für Schulen wird von Kathrin Klaffke, Klimaschutzmanagerin der Energieregion Hümmling, betreut. Es zielt darauf ab, die Schüler aus den Samtgemeinden Werlte, Sögel, Lathen und Nordhümmling für das Thema zu sensibilisieren und das Nutzerverhalten zu verändern, um Energie zu sparen. Die Aktivitäten werden mithilfe eines Fragebogens festgehalten und am Ende des Schuljahres mittels eines Schlüssels in Prämien umgewandelt.

Im vergangenen Schuljahr wurden die bereits begonnen Aktivitäten weiter ausgebaut. Energiedienste in den Klassen sorgen dafür, dass auf den sparsamen Umgang mit Energie in der Schule geachtet wird. Zur Sensibilisierung der Schüler wurden Schulungen durch das Klimaschutzmanagement in allen Schulen durchgeführt. Viele Schulen haben darüber hinaus Projekt- und Aktionstage an Ihren Schulen veranstaltet. An allen weiterführenden Schulen fanden Projekttage mit dem Bochumer Umweltbildungsunternehmen Geoscopia statt, um den Schülern durch Live-Satellitenbilder der Erde die Ursachen und Folgen von Klimaveränderungen deutlich zu machen.

Darüber hinaus haben sich alleine 15 Grundschulen mit über 1500 Schülern an der Aktion „Grüne Meilen“ beteiligt und Punkte sammelt, in dem sie mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Schule kamen. Die gesammelten Punkte wurden vom Klimabündnis als Beitrag der Kinder Europas zum globalen Klimaschutz mit zur UN-Klimakonferenz nach Marrakesch genommen. Die weiterführenden Schulen beteiligten sich am „Greenday“, einem bundesweiten Berufsinformationstag für grüne Berufe. An diesem Tag haben zahlreiche Unternehmen der Region ihre Türen geöffnet, um den Schülern einen Einblick in die Berufswelt und in ihre Aktivitäten in Sachen Energie und Umweltschutz zu geben. Andere Schulen führten EnergieAktionstage oder Exkursionen zu außerschulischen Lernorten durch.

Darüber hinaus erhielten auch die Lehrkräfte Unterstützung. Sie wurden im Klimacenter Werlte geschult und bekamen zahlreiche Materialien für den Unterricht. Auch in diesem Schuljahr sind wieder viele Projekte geplant. Ab Ende November wird die Ausstellung „Gradwanderung“ der Deutschen Klimastiftung im Klimacenter zu sehen sein. Diese interaktive Ausstellung richtet sich an Schüler der Sekundarstufe I und zeigt anschaulich, wie sich das Klima in den kommenden Jahrzehnten verändern wird und was wir für den Klimaschutz tun können. Die Schüler können die Ausstellung in Kleingruppen selbstständig besuchen. Parallel zu den pädagogischen Maßnahmen wurde ein Energiemanagement eingeführt, um die Energieverbräuche der Schulen zu erfassen und zu verringern. Zudem werden geringinvestive Maßnahmen und Hausmeisterschulungen durchgeführt, die ebenfalls dazu beitragen sollen, die Energieverbräuche der Schulen zu senken.

Das Klimaschutzprojekt für Schulen wird gefördert durch die Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Kommunalrichtlinie. Es läuft noch bis Mai 2018. Ein Anschlussprojekt ist beantragt.

Pressebericht, entommen aus EMS-Zeitung vom 29.08.2017

Pressebericht EMS 1

Bild: Energieregion Hümmling

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